Filmnotiz: Das ewige Familiengeheimnis

Dieser schwule Film aus Australien aus den 80er Jahren hat mich verwirrt.

Die ewig geheime Familie
Directed by Michael Thornhill
94 min, Australien, 1988

Nachdem ich diesen obskuren Schwulenfilm gesehen hatte, machte ich mich auf die Suche nach Kritiken. Ich fand die Geschichte über eine subrosa, überwiegend homosexuelle Gesellschaft in Australien so merkwürdig, dass ich mich fragte, wie sie aufgenommen wurde. Ich fand nichts aus der Zeit der Veröffentlichung, außer Meldungen, dass der Verleih Probleme hatte, sein Geld zurückzubekommen. Stell dir das im Jahr 1988 vor.

Eine Rezension auf Time Out London heißt es, dass es "um nichts anderes als Selbsthass" geht. Nun, es kommt nicht oft vor, dass Menschen, die sich selbst hassen, einen solch selbstbewussten, trockenen Humor haben, zumindest nicht auf die Art und Weise, wie dieser Rezensent es vorschlägt, aber ich denke, es ist möglich. Natürlich gibt es auch Momente, in denen die Satire deutlich wird, wenn wir einem japanischen Geschäftsmann dabei zusehen, wie er eine lebende Krabbe auswählt und einen blonden Jungen zum Sex mit der halben Schale ins Schlafzimmer führt, oder wenn eine ältere Frau, die wie ein Flapper Girl gekleidet ist, ihre Brüste herausnimmt und demselben Jungen eine anbietet. Im weiteren Sinne macht sich der Film über den D/s-Ruf von reinen Jungeninternaten und die hartnäckigen Gerüchte über von Männern dominierte Sekten mit Macht und Einfluss lustig, die schöne blonde Jugendliche betreuen, pflegen und ihnen unaussprechliche Dinge antun. Ich weiß nicht, ob irgendetwas davon wahr ist, aber ich wollte es trotzdem gerne glauben. Wahrscheinlich steht da etwas über soziale Schichtung, Klasse und das vergebliche Streben nach ewiger Jugend drin, aber es schien mir eine schwache Darstellung zu sein.

Das hört sich alles sehr anzüglich und sexy an (wir sehen auch niemanden, der es tut, nur ein paar steife Küsse, die aus dem Rahmen fallen), aber das ist es wirklich nicht und auch nicht wirklich lustig. Ich dachte immer, wenn Kubrick nicht so ein überzeugter Heterosexist gewesen wäre, hätte er es vielleicht geschafft, das Ganze wenigstens ein bisschen geheimnisvoll und schräg zu gestalten. Stattdessen ist es nur eine langweilige Wiederholung von Homo-Literatur-Mythen und -Tropes. Es gibt eine Handvoll interessanter Aufnahmen und Sequenzen, aber keine ist origineller als die schnell zusammengeschnittene Serie von Vorwärtsfahrten und Zooms zu Beginn des Films, in der wir einen reichen älteren Mann in weißen Shorts und einem engen weißen Tanktop sehen, der auf dem Sportplatz nach seiner nächsten Eroberung Ausschau hält. Der komische Aspekt des Ganzen ist nie weit von der Oberfläche entfernt, aber ich habe nur ein paar Mal gelacht.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Frank Moorhouse, who also wrote the adapted screenplay ? a voiceover excerpt frames the film ? and I’m half-curious to find out if it reads any better. But only half.

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